Blutegel

 Medizinischer Blutegel Therapie Hirudo

Die „Hirudo medicinalis officinalis – Therapie gehört zu den ältesten naturheilkundlich dokumentierten Therapien.

Von der Antike über die Renaissance bis heute sind die Tierchen hilfreiche Helfer bei unterschiedlichen Krankheiten. Nicht nur naturheilkundlichen Praxen sind von der Wirkung überzeugt, auch in der Chirurgie werden Blutegel mit wachsender Begeisterung eingesetzt.

Das Wirkungsspektrum ist äußerst breit gefächert und hat der Blutegeltherapie den Beinamen „lebendige Medizin“ eingebracht. Dies beruht auf zwei Faktoren:

Einerseits findet durch den schmerzarmen Biss ein milder Aderlass statt, Toxine werden ausgeleitet und das Gewebe wird entstaut. Andererseits sondern die Blutegelchen ein heilsames Sekret ab, das entzündungshemmend, blutverdünnend und schmerzstillend ist.


Anwendung

Unsere Blutegel stammen aus einer streng kontrollierten Zucht aus Potsdam. Jeder Blutegel wird nur einmal verwendet. Eine Übertragung von Krankeitserregern kann somit ausgeschlossen werden.

Je nach Areal werden 4 bis 8 Blutegel angesetzt. Die Egel fallen nach 30 bis 120 Minuten von alleine wieder ab, sobald sie sich voll gesogen haben. Pro Egel beträgt die aufgenommene Blutmenge max. 10 ml.

Nach der Behandlung ist ein Nachbluten von bis zu 24 Stunden therapeutisch sinnvoll. Hier beträgt der Blutverlust 20 – 40 ml pro Egel.

Die Wunde wird mit einem Verband versehen, der täglich gewechselt wird. Nach 1 – 2 Wochen ist die Wunde wieder verschlossen.


Was Sie noch wissen sollten…

An der vorgesehenen Behandlungsstelle sollten mindestens einen Tag vorher keine Duftstoffe (Kosmetika, Seifen, Salben, Duschgele, Rasierwasser) aufgebracht werden. Durch diese Stoffe wird der Biss des Egels sehr erschwert oder sogar vollständig unmöglich.

Wichtig: Bitte nehmen Sie sich an dem Tag der Behandlung nichts vor. Ruhen Sie nach der Behandlung einige Stunden und vermeiden Sie körperliche Arbeit oder sportliche Betätigung bis zum folgenden Tag.

Nehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich.


Blutegel sollten nicht angewendet werden bei:

Patienten, die blutverdünnende Medikamente (wie Marcumar, ASS) einnehmen, bei Blutungsneigung und arteriellen Verschlusskrankheiten.

Eine spezielle vorherige Abklärung ist erforderlich bei Diabetes mellitus, chronischen Lebererkrankungen, Hauterkrankungen im Bereich des zu behandelnden Gebiets, Anämie und vor Operationen.


Anwendungsbeispiele:

  • Krampfadern
  • Besenreiser
  • Distorsion des Knies, der Gelenke
  • Muskelschmerzen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Verstauchungen, Zerrungen, Blutergüsse
  •  nach Stürzen, Brüchen
  • Tinnitus, Hörsturz
  • Akne
  • Augenerkrankungen
  • Lymphabflussstörungen
  • Durchblutungsstörungen

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h., evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.


 Neugierig geworden? Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern.